Allgemeine Daten
die Gemeinde Aislingen existiert in ihrer jetzigen Form seit 1978
OT Rieder
OT Baumgarten mit Windhausen;

ca. 1400 Einwohner, davon ca. 1100 in Aislingen selbst.

ca. 1935 ha Gesamtfläche
Geschichte des Orts Aislingen
Vor- und Frühgeschichte:
Bodenfunde aus:
  • Steinzeit
  • Bronzezeit
  • Hallstattzeit
  • Keltenzeit
lassen auf frühe Siedlungstätigkeiten schließen;

aus der Römerzeit liegen ebenfalls vor
  • Siedlungsfunde
  • römisches Erdkastell im Bereich der Schanze, zerstört ca. 70 n. Chr.
  • römische Donau-Süd-Straße (im Bereich der Hauptschanze)
  • sog. "Maniso" (Raststätte) an der Kreuzung Donau-Südstraße / Römerstraße Faimingen - Haldenwang;

Doppelschanze:
verdeckt das römische Erdkastell völlig:
errichtet vermutlich im 8. oder 10. Jahrhundert;

Turmhügelburg (Motte):
trägt heute die Sebastianskapelle;
vermutlicher Sitz des Ortsadels (Herren von Aislingen)
errichtet vermutlich im 10./11. Jahrhundert;

  • erste Schriftliche Nennung Aislingens ca. 1050
  • die Pfarrei Aislingen ist mit Sicherheit älter als ihre erste Nennung im 13. Jahrhundert
  • auf die Herren von Aislingen folgen die Markgrafen von Burgau
  • ein schriftlicher Nachweis für die Verleihung der Marktrechte ist nicht bekannt, allerdinsg ist für ca. 1270 ein Aislinger Getreidemaß bekannt was auf ein Vorliegen der Marktrechte für die Zeit schließen lässt.
  • ca. 1291 kommt die Ortsherrschaft an die Grafen von Werdenberg, in diese Zeit könnte der Umzug von der Turmhügelburg auf den Schloßberg fallen
  • 1489 erwirbt das Hochstift Augsburg die Herrschaft in Aislingen und errichtet hier ein Pflegamt (Verwaltungssitz) der 1766 durch die Auflösung des rentamtes in Dillingen nochmals aufgewertet wird. Am Ende der hochstiftischen Herrschaft 1802 unterstehen dem Pflegamt Aislingen u.a. die hochstiftischen Besitzungen in Gundremmingen, Schnuttenbach, Glöttweiler, Konzenberg und Rieden a. d. Kötz.
  • in diese Zeit fallen die Errichtungen der Sebastianskapelle 1629/30 und der Ausbau des Schlosses zur Sommerresidenz des Augsburger Bischofs;
  • ca. 1750 zeichnet J. L. Kolleffel einen Ortsplan von Aislingen und gibt die Größe des Ortes mit 158 Feuerstätten an. Dies ist für die damalige zeit keine geringe Zahl und auch Handel, Gewerbe und der Hochgerichtssitze in Aislingen zeigen die überörtliche Bedeutung der Marktes zu dieser Zeit;
  • mit der Säkularisation 1802 kommt das Ende der kirchlichen Herrschaftsansprüche und somit auch für das Hochstift Augsburg. Aislingen wird dem Landgericht Dillingen zugeteilt und wird eine Landgemeinde wie viele andere auch;
  • Am 02.05.1863 wurde das Aislinger Schloss versteigert. Der Käufer Josef Wieser aus Aislingen konnte am 12.05.1863 mit dem Abriss beginnen.
  • Verwendung fand das Schloss vor dem Verkauf als Kornspeicher;
Lage im Raum
Randlage bzgl. Landkreis und Planungsregion 9 Augsburg

Verkehrsanbindung:
  • St 2028 -> Offingen / Günzburg / Burgau A8
  • Kreisstraße DLG 11 -> Lauingen
  • Bahn -> Offingen (München-Stuttgart) + Lauingen/Dillingen (Donautalbahn)
  • Bus -> überwiegend Schülerverkehr nach Dillingen/Lauingen und Holzheim/Wertingen;

Naturraum:
Randlage an der Hangleite am Übergang zwischen
  • Donautal/Donauried (landw. Nutzung, Kies, dünn besiedelt)
  • Hochfläche der Iller-Lech-Schotterplatte (Wald, landw. Nutzung)
  • im Einschnitt des Aislinger Baches;